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JAVA ist eine der objektorientierten Programmier-Sprachen der 3. Generation (Maschinencode - Assembler - systemunabhängige (höhere) Sprachen). Sie wurde 1995 von der Firma SUN Microsystems entwickelt und wird seit deren Übernahme durch den Datenbankhersteller Oracle von diesem weiterentwickelt.

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Sie setzt auf damals bereits bestehende Sprachen und Konzepte auf, insbesondere auf C / C++ und die objektorientierte Konzeption von SmallTalk. Dadurch konnte sie am Beginn an einige bekannte Schwachpunkte vermeiden und besitzt eine klare Grundstruktur. Im Lauf der eigenen Weiterentwicklung hat Java selbst auch andere Sprachen beeinflusst, die einige der für Java entwickelten Konzepte übernommen haben. So ist zum Beispiel die automatische Speicherbereinigung (garbage collection) auch durch C# übernommen worden. Aktuell ist im Spätsommer 2011 die Version 7.0 frei gegeben worden.

Die Plattformunabhängigkeit von Java wird durch das Konzept, den Quellcode erst für eine virtuelle Maschine zu kompilieren und dann auf der jeweiligen Zielplattform spezifisch zu interpretieren, erreicht. Da nach der Installation des Java-Interpreters ebenfalls die Standard-Bibliotheken von Java zur Verfügung stehen, ermöglicht dies kleinere Dateigrößen für Anwendungsprogramme, die so auch leicht über das Netzwerk (nach-) geladen werden können.

Java eignet sich, als objektorientierte Hochsprache sehr gut zur plattformunabhängigen Programmierung von komplexen Sachverhalten. Bei größeren Projekten erleichtert der gut strukturierte Aufbau von Java die eigene Arbeit. Projektspezifischer Code läßt sich analog dem Aufbau der Java-Bibliotheken gliedern und dann parallel bearbeiten.

Java und (relationale) Datenbanken

Zur Speicherung großer Mengen gleichartiger Daten haben sich Datenbanken etabliert. Die Daten werden dabei einzelnen Dingen der realen Welt zugeordnet - man spricht dann von Entitäten Bei relationalen Datenbanken können nicht nur einzelne Merkmale (Attribute) der Entitäten abgespeichert werden, sondern auch ihre Beziehungen (Relationship) zueinander. Das hat große Ähnlichkeit mit der Objektorientierten Programmierung, ist aber ein etwas anderer Ansatz.

Im Bereich der Datenbanken gibt es, wie auch bei den Programmiersprachen, mehrere konkurierende Produkte. Es gibt hier aber, mit SQL, eine gemeinsame Sprache, die alle (relationalen) Datenbanksystem beherrschen. Damit können die abgespeicherten Daten abgerufen und auch modifiziert, neu angelegt und gelöscht werden.

SQL ermöglicht im Wesentlichen nur den Zugriff auf die Daten. Zu ihrer Anzeige und Darstellung, ihrer Verarbeitung nach einer spezifischen (Geschäfts-) Logik werden wiederum die Programmiersprachen mit ihren Möglichkeiten benötigt. Damit lassen sich anspruchsvolle Programmlösungen erstellen. Für den Zugriff von Java auf die in den Datenbanken abgespeicherten Daten gibt es eine eigene Schnittstelle: JDBC (Java Database Connectivity). Sie stellt auch die Unterstützung für den Einsatz von SQL bei der eigenen Programmierung bereit.